Vor einigen Jahren zierte ein interessanter Artikel mit Er selbst hatte viele Enttäuschungen und Verletzungen dem Titel „David gegen Goliath“ die Titelseite der Rhein- erlebt und entschied sich dennoch immer wieder für die Zeitung. Es ging um einen Mann, der wegen einer Reihe Freude – auch für die Freude an Menschen. Seine Briefe von Vergehen eine mehrjährige Freiheitsstrafe verbüßen zeugen von einer wohltuenden Warmherzigkeit. Man musste. Währenddessen arbeitete sich seine kluge Frau, spürt, dass er bewusst die guten Erinnerungen bewahrte. die viele Jahre für einen Rechtsanwalt tätig gewesen war, durch zahlreiche
„Dieses neue Leben mit Jesus bedeutet auch ein neues Wahrnehmen und
Bücher über das deutsche Rechtssystem. Dabei stellte sie fest, dass ihr Mann nur deshalb im Gefängnis saß, weil ihm auch bereits verjährte Verge- hen angerechnet worden waren. Um die lange Geschichte kurz zu machen: Weil die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe in seinem Fall mit Menschen aufgearbeitet. Er bereinigte Konflikte, gesetzeswidrig war, gewann diese Frau zwei Verfassungs- vergab, zog einen Schlussstrich und blickte nach vorne. beschwerden und erreichte schließlich die Freilassung ihres Wie befreiend für alle Beteiligten! Er nahm nicht nur das Mannes. Heute leben die beiden in einem anderen Dorf Gute wahr, sondern sprach es auch aus und lobte das und haben ein neues Leben begonnen.
Einordnen von Menschen.“ nicht von ihnen ab. Ungelöste Probleme
Wertschätzung Ich wünschte, wir Christen würden uns davon etwas spielsweise: „Jedes Gebet für euch erfüllt mich mit Dank abschauen: mit geklärtem und längst vergangenem Fehl- und Freude … Gott weiß, wie sehr ich mich nach euch allen verhalten abschließen, einen Schlussstrich ziehen und sehne mit der herzlichen Liebe, die Jesus Christus in mir gemeinsam neu anfangen. Ich bin überzeugt, dass Gottes geweckt hat.“
Wirken durch seinen Heiligen Geist genau darauf ausgerichtet ist. Wenn die Bibel davon spricht, dass Gott uns Paulus ließ seine Wahrnehmung immer wieder von Gottes durch Jesus ein neues Leben schenken will, dann gehört Willen prägen und korrigieren. Deshalb gab er Menschen dazu auch eine neue Sicht auf andere Menschen. Dieses grundsätzlich nicht auf. Er glaubte an Menschen, weil er neue Leben mit Jesus bedeutet neue Erfahrungen, ein selbst an einen Gott glaubte, dem nichts unmöglich ist. neues Wahrnehmen und Einordnen von Menschen, ihnen Er hoffte und erwartete Gutes von Gott – für sich selbst eine neue Chance zu geben, neues Interesse aneinander und für andere.
zu entwickeln und einander mit neuer Liebe und Wertschätzung zu begegnen.
Warmherzigkeit Paulus ist für uns ein gutes Vorbild, wenn es darum geht, einen gesunden Umgang mit Menschen zu finden, die nicht vollkommen und fehlerlos sind – also mit uns allen.
Er schwärmte regelrecht davon, was Gott bereits im Leben anderer Menschen getan hatte und noch immer tat. Paulus pflegte keine negativen Gefühle. Er machte Menschen keine Vorwürfe, hielt keinen Groll fest und wandte sich hatte er mit Gott und, wo nötig, auch Positive. Er schenkte anderen seine Wertschätzung, weil er wusste, dass er dadurch nichts verliert. In seinem Brief an die Christen in Philippi (Philipper 1,3–11) schreibt er bei-



