Lebensgeschichte

Das hätte Opa gefallen

Aus der Ausgabe Herbst 2025

2

Oft hörte ich meinen Großvater sagen, ob am Tisch oder auf der Bühne: „Die Form muss sich ändern – der Inhalt aber muss bleiben.“ Das Evangelium in seiner Kraft und Schönheit, die Autorität der Bibel, das sind für uns bleibende Grundlagen. Aber wie wir davon erzählen, wie wir es in die Welt tragen, das darf und muss sich verändern. Denn es verdient die beste Form und Verpackung, die es heute geben kann. 

Perspektive

Und so sind wir unterwegs, brechen immer wieder neu auf – auf kreative, digitale, interaktive und manchmal auch überraschende Art. In einer Sprache, die Menschen verstehen. Mit einem Stil, der im Heute verständlich ist. Und immer mit dem Ziel, dass Menschen Jesus begegnen. Wer Jesus begegnet, dessen Leben verändert sich grundlegend. Deshalb gestalten wir Räume, in denen solche Begegnungen möglich sind. Orte, an denen Fragen erlaubt sind. Formate, die Glauben greifbar machen. Jesus kennenlernen, Glauben vertiefen, Evangelium weitergeben. Wir setzen uns dafür ein, dass das geschieht, ganz praktisch: In Seminaren, Freizeiten, digitalen Kursangeboten, Medienproduktionen in Print und Fernsehen, Schulungen oder theologischer Ausbildung. Menschen machen sich auf – persönlich, geistlich, manchmal auch geografisch. Und wir dürfen sie begleiten. Auf ihrem Weg mit Jesus. Manchmal ganz am Anfang. Manchmal als Impuls zur Vertiefung. Und immer wieder mit der Perspektive: Wir laden Menschen ein, Teil dieser Bewegung zu werden. Ein Leben mit Sinn, Hoffnung und Zukunft.

„Die Botschaft bleibt, die Verpackung passt sich an. Damit die Klarheit in der Verkündigung Zukunft hat.“

Klarheit

So haben wir auch die Bildungsarbeit weitergedacht: Das Theologische Seminar Rheinland ist heute eine ortsunabhängige und kompetenzbasierte Ausbildungsstätte, an der sich junge wie erfahrene Christen ausbilden lassen, um Gottes Wort weiterzugeben – mit Tiefe, mit Weitblick, mit fundierter Theologie und echtem Praxisbezug. Genau das hätte meinem Opa gefallen. Klare biblische Lehre, die sich gleichzeitig den Fragen der Zeit stellt. So muss es sein! Um das immer wieder aktuell zu halten, haben wir in den letzten Jahren viel modernisiert – unsere Gestaltung, unsere Medienarbeit, unsere Infrastruktur. Nicht um des Modernisierens willen, sondern weil wir verstanden werden wollen. Die Botschaft bleibt, die Verpackung passt sich an. Damit die Klarheit in der Verkündigung Zukunft hat. Aber ohne Freunde, Beter, Unterstützer und Wegbeleiter geht es nicht. Das wusste mein Großvater längst. Das wissen auch wir. Deshalb: Bleibt mit uns unterwegs. Mit Jesus. Wie Jesus. Denn auch das hätte meinem Opa gefallen.

Aus dieser Ausgabe

Ohne? Nicht mein Ding!

Zum Nachdenken

Ohne? Nicht mein Ding!

Was ist wirklich wichtig? Was so wesentlich, dass man ohne nicht will? Was ist uns wertvoll, also voller Wert für uns? Was

Von Detlef Eigenbrodt

Rat für den Alltag

Das Glück, das in uns wohnt

Viele meinen, das Glück kommt von außen. Als etwas, das man erwerben kann, oder das einem geschenkt wird. Was, wenn das gar

Von Dr. (Unisa) theol. Martina Kessler

Zum Nachdenken

Du musst säen, um zu ernten

Was jedem Gartenliebhaber klar ist, scheint in die Köpfe vieler Menschen nicht hineinzuwollen: Der naturgegebene Zusammenhang von Saat und Ernte. Wer ernten

Von Lukas Herbst

Mit Gott im Sand

Lebensgeschichte

Mit Gott im Sand

Die Glut verglimmt, der Ofen ist aus. Maren von Guérard hätte sich das nie wirklich vorstellen können, aber jetzt erlebt sie wie

Von Maren von Guérard

Kolumne

Die Armut berührt

Die Frage mag einem merkwürdig falsch vorkommen, doch tiefer als sie kann es eigentlich nicht gehen. Unter die Haut, ins Herz, direkt

Von Steve Volke

Mach’s einfach nochmal

Kolumne

Mach’s einfach nochmal

Probiere alles mindestens dreimal aus, bevor du aufgibst. Das empfahl Pastor Wolfram Kopfermann damals der noch jungen Evi Rodemann, als sie frisch

Von Evi Rodemann