Rat für den Alltag

Gut versichert – gut versorgt?

Aus der Ausgabe Sommer 2019

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Absicherung damals und heute

Abgesehen davon, dass in der Bibel rund 2.400 Bibelverse zu Geld, Besitz und Finanzen stehen, war zu den Gründungszeiten Israels die Großfamilie die Absicherung. Man lebte generationenüber-greifend zusammen und sorgte füreinander. Konnte man im Alter nicht mehr so hart arbeiten, pflegte einen die Familie. Es wurde alles geteilt und so konnte auch gespart werden. Heute hat der Staat mit dem gesetzlichen Sozialversicherungssystem viele dieser Aufgaben übernommen. Dafür nimmt der Staat Beiträge und Steuern ein, trotzdem bleiben „Sicherheits“- Lücken. Für uns als Verbraucher bleiben Gestaltungsspielräume, diese Lücken mit privater Vorsorge zumindest teilweise zu schließen. Für manchen ist das ein Widerspruch zum Vertrauen auf die Versorgung Gottes. Ich meine, dem ist nicht so.

Die Bibel und Versorgungslücken

Hinterbliebenenschutz gab es bereits in der Bibel. Dazu fällt mir die Passage aus 2. Könige 4, 1 – 5, ein, in der Elisa das Öl der Witwe mehrt. Diese kann das Öl verkaufen und so verhindern, dass ihre Söhne anstelle ihres Mannes als Knechte genommen werden. In diesem Fall hat Gott hat eingegriffen und ein Wunder getan. Heute könnte man sagen „Warte nicht auf das Wunder, sei selbst eines!“ und würde diese Absicherungsproblematik am besten mit einer Risikolebensversicherung lösen. Sie sorgt im Todesfall dafür, dass das Einkommen des Hauptverdieners zumindest für einen gewissen Zeitraum ersetzt wird. Wichtig ist bei den personengebundenen Versicherungen zudem eine gegen Berufsunfähigkeit, die leistet, wenn jemand nicht mehr in seinem erlernten Beruf oder gar nicht mehr arbeiten kann.  

Fazit: Ein treuer Verwalter der Gaben Gottes lebt im Vertrauen auf Gott, den Geber, der alles kann und vermag. Als Kind des Lichts setzt so ein Verwalter seinen Verstand ein und nutzt die Absicherungsmöglichkeiten, die er hat. So lebt er umfänglich und verantwortlich. Übrigens: erfunden wurde die Versicherung zu Zeiten der Seefahrer. Diese mussten mit Sturmschäden und Piraten kämpfen, was zur Pleite führen konnten. Sie erfanden eine Solidargemeinschaft und nannten sie „Kaskoversicherung“ (von spanisch „Casco“ = Schiffsrumpf). Viele zahlten einen Betrag ein, damit ein Geschädigter aus dem „Topf“ Geld für die Versorgung bekommen konnte. Eine geniale Erfindung war geboren.

Magazin Sommer 2019

Bibelstellen

Jochen Hahn

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