Lebensgeschichte

Ich kann mich auf ihn verlassen

Aus der Ausgabe Herbst 2020

2

Mit der Jugendfreizeit eines CVJM aus Bielefeld fing alles an. Das war ein großer Einschnitt nach der Realschulzeit. Endlich Ferien im Ausland, Südfrankreich war es, bevor dann die Lehre als Floristin begann. Plötzlich war mein Leben ziemlich umgekrempelt. Die Bibelarbeiten sprachen mich sehr an, Menschen bemühten sich um mich und ich fand zum Glauben an Jesus. Das war eine so grundlegende Veränderung – und sie hält noch immer an.

Heute gibt es diese CVJM-Geschwister und Freunde nach wie vor, und das ist schon etwas Besonderes. Viele Jahre gemeinsam mit ihnen in der Kinder- und Jugendarbeit an einem Strang zu ziehen, auf Freizeiten zu fahren und in Camps viele unterschiedliche Menschen kennen lernen zu dürfen und sie auf ihrem Weg mit Jesus zu begleiten, ist schon wirklich ein Privileg. Egal ob in Bielefeld oder in Ennepetal, wohin es mich der Liebe wegen verschlagen hat. Eine Studienreise nach Ghana hat meinen Horizont sehr erweitert, gerade auch im Glauben.

Höhen und Tiefen gab es genug in meinem Leben – Krankheiten, Verlust von lieben Angehörigen der Familie, Begleitung im Pflegeheim, oder nun seit einigen Jahren die Pflege der Mutter zuhause. Auf der anderen Seite die vielen tollen Erlebnisse mit den Kindern und Jugendlichen im CVJM. Wenn aus Kindergruppenkindern dann junge Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter werden, berührt das mein Inneres sehr. Schöne Urlaube in unterschiedlichen Ländern, gute Freunde in Schweden zu haben oder einfach das gute Wetter im Garten genießen (gerade in Coronazeiten) tut einfach gut und ist ein Geschenk Gottes.  

Bei allem war Jesus immer da. Nähe zu ihm und auch mal „fernere Zeiten“ prägen mein Leben. Ein Bibelvers, der meinen Mann und mich seit 28 Jahren begleitet und immer wieder spürbar ist, steht in Römer 8,38: „Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn“. Genau deshalb lebe ich nach wie vor mit Jesus, weil ich mich von ihm geliebt weiß, mich jeden Tag auf ihn verlassen darf und mich in seine Hände fallen lassen kann.

Magazin Herbst 2020

Bibelstellen

Andrea Schmidt

Aus dieser Ausgabe

Ich bin

Zum Nachdenken

Ich bin

Um uns herum unzählige Diskussionen über Menschenrechte und weit und breit kein Ende in Sicht. Dabei gibt es eine gemeinsame Grundlage all

Von Detlef Eigenbrodt

Rat für den Alltag

Die Kraft des Alltäglichen

Um zu lernen, wie Dankbarkeit geht und welche Kraft sie hervorbringt, hilft es, Menschen zu beobachten. Aber Achtung: schauen Sie dabei nicht

Von Anett Schubert

Lebensgeschichte

Dann möchte ich unheilbar sein

Es ist jetzt fünf Jahre her, dass wir ein Interview mit Steffi Samuels führten, das war etwa zwei Jahre nach ihrer Krebsdiagnose

Von Stefanie Samuels

Gespenstische Stille

Zum Nachdenken

Gespenstische Stille

Für manche hat das Corona-Virus alles auf den Kopf gestellt, zum Beispiel für Johanna und Nico Postelt, Hoteldirektoren-Ehepaar und Eltern von drei

Von Johanna Postelt

Es wird gut sein, wie Gott es macht

Gespräch

Es wird gut sein, wie Gott es macht

Mit Erscheinen seines Buches trat Dr. Peter Tauber zu einem ungewöhnlichen Thema in die Öffentlichkeit: eine lebensgefährliche Darm-Erkrankung nahm den Generalsekretär der

Zum Nachdenken

Rückgrat will ich haben

Du sollst dankbar sein! Was klingt wie das elfte Gebot, ist tatsächlich eine in Sprache und Form leicht abgewandelte Anweisung von Paulus

Von Pascal Würfel